Bei betrieblichen Fahrten zählt nicht nur die Entfernung. Für die wirtschaftliche Betrachtung ist auch entscheidend, wie viele Menschen wie lange unterwegs sind.
Die Situation
Der Transporter fährt – die Mannschaft auch
Material, Werkzeug und Menschen müssen zum Einsatzort. Das gehört zum Handwerk. Problematisch wird es dort, wo vermeidbare Wege regelmäßig einen großen Teil des Arbeitstags binden.
Was dahintersteckt
Personenzeit macht den Unterschied
Eine Stunde Fahrt mit einer Person bindet eine Personenstunde. Eine Stunde mit drei Beschäftigten bindet drei Personenstunden. Das ist keine Hochrechnung über ganz Deutschland, sondern einfache Betriebslogik – und genau deshalb im Einzelfall messbar.
Im Transporter sitzt nicht nur ein Fahrer
Bei Fahrzeit wird schnell an Kraftstoff und Fahrzeugkosten gedacht. Für Handwerksbetriebe ist jedoch häufig etwas anderes knapper: qualifizierte Zeit. Sitzen drei Beschäftigte 45 Minuten im Fahrzeug, sind nicht nur 45 Minuten vergangen. Es sind zusammen zwei Stunden und fünfzehn Minuten Personenzeit gebunden.
Das bedeutet nicht, dass jede Fahrt unnötig wäre. Handwerk muss zum Kunden, zur Baustelle oder zum Einsatzort. Interessant wird es dort, wo Wege durch bessere regionale Zuordnung oder Kooperation vermeidbar wären. Dann kann eingesparte Fahrzeit wieder für produktive Arbeit, Ausbildung, Kunden oder schlicht einen früheren Feierabend zur Verfügung stehen.
Zeit ist mehr als eine Kostenstelle
Die Wirkung lässt sich deshalb nicht nur in Euro betrachten. Lange Wege können Termine unflexibler machen, Fahrzeuge stärker beanspruchen und den Arbeitstag verlängern. Gleichzeitig fehlen die Menschen während der Fahrt an anderer Stelle.
Wertenergie soll solche Wirkungen später sauber auseinanderhalten: direkte betriebliche Effekte, zurückgewonnene Personenzeit, mögliche Emissionseffekte und weitere Folgen. Nicht jede Minute lässt sich sinnvoll in Geld umrechnen. Aber sie sollte sichtbar werden.
Was wäre, wenn …
Nicht jede Fahrt vermeiden – die unnötigen erkennen
Der sinnvolle Ansatz ist nicht „Fahrt weniger“, sondern: Wo entstehen regelmäßig Wege, für die es realistische Alternativen gibt?
Unser Ansatz
Region als Teil der Möglichkeit verstehen
ZYSA! soll Entfernung nicht erst nach dem Match betrachten. Region und Wege gehören von Anfang an zur Frage, ob eine Möglichkeit für einen Betrieb wirklich sinnvoll ist.
So könnte ZYSA! helfen →Wirkung & Wertenergie
Wirkung soll messbar werden
Wir wollen später nicht nur erzählen, dass etwas besser geworden ist. Wertenergie soll sichtbar machen, welche Zeit, Wege, Ressourcen, Chancen und Verbindungen tatsächlich entstanden oder erhalten worden sind.
Mehr über Wertenergie →Was denkst du?
Du kennst das aus der Praxis?
Was davon kennst du aus deinem Betrieb oder deiner täglichen Arbeit? Wir wollen nicht am Schreibtisch über das Handwerk entscheiden, sondern Erfahrungen aus der Praxis aufnehmen.
Erfahrung einbringenQuellen
Dieser Beitrag beschreibt den konzeptionellen Ansatz der Handwerkswende. Konkrete Wirkungszahlen werden in Gang 2 mit belastbaren Quellen ergänzt.